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VesPEr – Vertrauen als soziotechnischer Faktor in der Endlagerung radioaktiver Abfälle
Wie können Vertrauen, Transparenz und Beteiligung zu einer resilienten Endlagerung radioaktiver Abfälle beitragen? Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt VesPEr. Gemeinsam mit Partner:innen aus Wissenschaft und Praxis sowie einer Bürgerbegleitgruppe untersuchen wir, wie soziotechnische Faktoren das Standortauswahlverfahren beeinflussen und wie diese Erkenntnisse in die praktische Umsetzung einfliessen können.
Die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle ist weit mehr als eine technische Aufgabe. Damit langfristige Entscheidungen nachvollziehbar und tragfähig sind, spielen auch gesellschaftliche Faktoren eine zentrale Rolle. Vertrauen, Risikowahrnehmung, Transparenz, Kommunikation und Partizipation beeinflussen, wie komplexe Prozesse wahrgenommen und mitgetragen werden.
Im Projekt VesPEr untersuchen wir das Zusammenspiel dieser Faktoren mit wissenschaftlichen und transdisziplinären Methoden. Dabei beziehen wir unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft in den Forschungsprozess ein. Ergänzend analysieren wir Themen wie Sicherheits- und Fehlerkultur sowie Soziales Co-Design, im Sinne des Einbringens gesellschaftlicher Anforderungen in ein technisches Design. Diese Ansätze dienen dazu, besser zu verstehen, wie Vertrauen in der Praxis entsteht und erhalten werden kann.
Auf Basis der Erkenntnisse entwickeln wir gemeinsam mit den Projektpartner:innen Methoden, konkrete Handlungsempfehlungen und Umsetzungskonzepte. Diese sollen dazu beitragen, soziotechnische Aspekte künftig systematisch in das Standortauswahlverfahren und die Beteiligungsprozesse einzubeziehen. So leisten wir einen Beitrag dazu, die Endlagerung radioaktiver Abfälle nicht nur technisch sicher, sondern auch gesellschaftlich resilient zu gestalten.
Foto von Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE)