16. Juli 2026

Wie wollen wir Künstliche Intelligenz künftig einsetzen? Dieser Frage widmeten wir uns gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich und zahlreichen interessierten Bürger:innen an der Dialogveranstaltung «KI gemeinsam gestalten». Im Rahmen der KI-Sandbox-Initiative des Kantons Zürich diskutierten wir am 29. Juni 2026 im Karl der Grosse in Zürich über konkrete KI-Anwendungen, gesellschaftliche Erwartungen sowie Chancen und Risiken neuer Technologien.

 

 

Mit der KI-Sandbox-Initiative schafft der Kanton Zürich eine Testumgebung, in der KI-Anwendungen gemeinsam mit Unternehmen und Verwaltung unter realen Bedingungen erprobt werden können. Für den Kanton ist dabei klar: KI kann nur dann erfolgreich eingeführt werden, wenn die Bevölkerung frühzeitig in den Dialog einbezogen wird und ihre Perspektiven in die Weiterentwicklung der Anwendungen einfliessen.

 

Diesen Dialog durften wir gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaft gestalten. An der ersten Pilotveranstaltung standen drei konkrete Anwendungsfälle im Mittelpunkt: Smart Parking mit KI-gestützter Bilderkennung, autonome Systeme im öffentlichen Raum (konkret: Traktoren) sowie KI in der medizinischen Dokumentation. Die Teilnehmenden konnten zwei der drei Workshops besuchen und sich vertieft mit den Praxisbeispielen auseinandersetzen.

 

Nach einer Einführung durch die Fachexpert:innen – unter anderem Andrea Fossati (Parquery) und Michelle Plüss-Grab (MPAssist) – sammelten die Teilnehmenden ihre ersten Eindrücke und diskutierten anschliessend in Kleingruppen über Chancen, Risiken und Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Umsetzung. Gemeinsam gingen wir Fragen nach Vertrauen, Transparenz, Datenhoheit und gesellschaftlichem Nutzen nach. Die Erkenntnisse wurden zum Abschluss im Plenum zusammengetragen und bei einem gemeinsamen Apéro weiter vertieft.

 

 

Konkrete Anwendungen schaffen Vertrauen

Die Diskussionen haben einmal mehr gezeigt: Über konkrete KI-Anwendungen lässt sich differenzierter sprechen als über Künstliche Intelligenz im Allgemeinen. Anhand realer Beispiele konnten die Teilnehmenden Chancen und Herausforderungen präzise benennen und konstruktiv diskutieren.

 

Besonders deutlich wurde, wie wichtig Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und ein sorgfältiger Umgang mit Daten für das Vertrauen in KI-Anwendungen sind. Gleichzeitig zeigte sich, dass partizipative Dialogformate einen wertvollen Beitrag leisten, um unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Die positive Resonanz der Teilnehmenden und der Wunsch nach weiteren Veranstaltungen bestätigen, wie wichtig solche Austauschformate sind.

 

Die Erkenntnisse der Pilotveranstaltung werden nun dokumentiert und veröffentlicht. Gleichzeitig bilden sie die Grundlage für weitere Workshops mit Fokus auf konkrete Anwendungsfälle. Wir freuen uns darauf, den Dialog gemeinsam mit dem Kanton Zürich und der Bevölkerung weiterzuführen und die verantwortungsvolle Gestaltung von KI-Anwendungen aktiv mitzugestalten.

 

 

Fotos von Rommel Felder