24. Februar 2026

Wie entsteht gesellschaftlicher Wandel – konkret, lokal und gemeinsam? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Innovation Booster Future Urban Society (FUS) seit zwei Jahren in Zürich und Basel. Nun liegt mit der Publikation «Soziale Innovation für die Schweiz von heute» ein erster umfassender Zwischenstand vor – und Risiko-Dialog hat diesen Prozess aktiv mitgestaltet. Vergangene Woche wurde die Publikation im Rahmen der Feier «Soziale Innovation» vorgestellt. Der Abend machte deutlich: Soziale Innovation ist keine Schlagwortdebatte, sondern eine Praxis des gemeinsamen Lernens – in Quartieren, Projekten, Verwaltungen und Communities.

 

 

Ein Werkstattbericht zur Transformation

Die Publikation versteht sich als Zwischenstand und Orientierung zugleich. Sie bündelt:

  • zentrale Learnings aus zwei Jahren FUS,
  • konzeptionelle Grundlagen zum Verständnis sozialer Innovation,
  • konkrete Praxisbeispiele aus Basel und Zürich,
  • Strategien, wie öko-soziale Innovationen in den Mainstream gelangen können.

 

Im Zentrum steht eine klare Verschiebung des Blicks: Nicht neue Technologien allein verändern unsere Städte, sondern auch neue soziale Praktiken, veränderte Gewohnheiten – wie wir wohnen, konsumieren, uns ernähren oder Energie nutzen. Dabei geht es nicht um individuelle Schuldzuweisungen sondern die richtigen Rahmenbedingungen. Eine zentrale Erkenntnis lautet entsprechend: Soziale Innovation skaliert nicht wie ein klassisches Geschäftsmodell. Wirkung entsteht durch Vernetzung, Legitimation, institutionelle Einbettung und kulturelle Akzeptanz. Städte und Gemeinden werden dabei zu entscheidenden Ermöglichenden von Transformation.

 

 

Unser Beitrag: Orientierung und Struktur

Risiko-Dialog war an der konzeptionellen Ausarbeitung der Publikation massgeblich beteiligt. Unser Beitrag liegt insbesondere in der begrifflichen und methodischen Schärfung. Wir haben das Verständnis von sozialer Innovation kontextualisiert und präzisiert: Soziale Innovation entsteht partizipativ, zielt auf strukturellen Wandel und verändert langfristig gesellschaftliche Praktiken.

 

Ein wichtiges Tool unserer Arbeit in der meso Innovationsallianz und dem FUS ist das DEAL-Framework (Design, Empowerment, Awareness, Legitimierung). Es zeigt, an welchen Hebeln gesellschaftlicher Wandel ansetzen kann – von konkreten Infrastrukturen über Befähigung und Narrative bis hin zu regulatorischer Verankerung. Damit verbindet die Publikation wissenschaftliche Fundierung mit praktischer Anwendbarkeit – insbesondere für Städte und Verwaltungen.

 

Als Think-&-Do-Tank für Risiko- und Transformationsfragen bringen wir dabei unsere Erfahrung in Dialogprozessen, Governance-Fragen und institutioneller Einbettung ein. Denn gesellschaftlicher Wandel ist kein technisches Projekt, sondern ein Aushandlungsprozess.

 

 

Einladung zum Weiterdenken

Die Publikation ist kein Abschluss, sondern eine Einladung: Transformation als kollektiven Lernprozess zu verstehen – und aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns, diesen Diskurs weiterzuführen – mit Städten, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Forschung und Wirtschaft. Für alle, die selbst soziale Innovationen aus der Nische helfen wollen, bieten die Anlässe und Projektförderung von FUS eine gute Möglichkeit – mehr dazu auf www.futureurbansociety.ch.