Wie gelingt der Weg zu Netto Null? Welche Rolle spielen dabei neue Technologien, politische Rahmenbedingungen und der gesellschaftliche Dialog? An der ersten Climate Week Zurich 2026 waren wir mit eigenen Veranstaltungen, an Paneldiskussionen und mit Moderationen präsent. Gemeinsam mit Partner:innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten wir über Klimakommunikation, Carbon Dioxide Removal (CDR) und die Frage, wie die Transformation in Richtung klimaneutrale Zukunft gelingen kann.
Austausch, Vernetzung und konkrete Lösungsansätze
Die erste Climate Week Zurich hat gezeigt: Das Interesse an Klimathemen und nachhaltigen Lösungen ist gross. Während einer Woche fanden in Zürich zahlreiche Veranstaltungen statt, die Raum für Austausch, Vernetzung und neue Perspektiven boten. Risiko-Dialog war dabei sowohl als Veranstalterin eigener Formate als auch als Moderatorin und Panelistin aktiv beteiligt.
Im Rahmen des interaktiven Workshops «Talking Climate» diskutierte Samuel Eberenz gemeinsam mit den Teilnehmenden darüber, wie konstruktive Gespräche über Klimarisiken und Klimamassnahmen gelingen können – insbesondere dann, wenn Perspektiven auseinandergehen oder Emotionen eine Rolle spielen. Der Workshop verband wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Methoden und zeigte auf, wie Dialogkompetenz im Umgang mit komplexen Klimathemen gestärkt werden kann.
Auch Lukas Fehr brachte sich aktiv in die Climate Week ein – unter anderem bei einer Paneldiskussion von myclimate sowie als Mitorganisator der Veranstaltung «Netto Null erreichen: CO₂-Entfernung im Fokus» der Swiss Carbon Removal Platform in der Ausstellung «KEEP IT CO2OL» von focusTerra.
CO₂-Entfernung als Teil der Netto-Null-Strategie
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, welchen Beitrag Carbon Dioxide Removal (CDR) zur Erreichung der Netto-Null-Ziele leisten kann. Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten über Chancen, Herausforderungen und notwendige Rahmenbedingungen für den sinn- und wirkungsvollen Einsatz von CO₂-Entfernungstechnologien.
Besonders eindrücklich war der Vortrag von René Estermann, Direktor des Umwelt- und Gesundheitsschutzes der Stadt Zürich. Er zeigte auf, wie die Stadt Zürich ihre Dekarbonisierung konkret vorantreibt – von regulatorischen Massnahmen über den Ausbau erneuerbarer Energien bis hin zu geplanten CCS- und CDR-Infrastrukturen. Deutlich wurde: Netto Null ist keine abstrakte Zukunftsvision, sondern eine konkrete gesellschaftliche und infrastrukturelle Aufgabe.
In der anschliessenden Paneldiskussion diskutierten Vertreter:innen von Climeworks, neustark, der Empa und der Stadt Zürich über Skalierung, Regulierung und gesellschaftliche Akzeptanz von CDR. Ein zentrales Fazit: Für die erfolgreiche Umsetzung braucht es nicht nur technologische Innovationen, sondern auch verbindliche politische Rahmenbedingungen, Infrastruktur sowie offene gesellschaftliche Debatten.
Innovationen und neue Perspektiven
Am Nachmittag präsentierten verschiedene Mitglieder der Swiss Carbon Removal Platform konkrete Projekte und Technologien – von Pflanzenkohle und geologischer Speicherung über innovative Membrantechnologien bis hin zu internationalen Ansätzen zur langfristigen Kohlenstoffbindung. Die Vielfalt der vorgestellten Lösungen machte deutlich, dass es kein einzelnes Instrument geben wird, sondern ein breites Portfolio an Massnahmen notwendig ist.
Die Climate Week Zurich hat gezeigt, wie wichtig interdisziplinärer Austausch und gemeinsames Lernen für die Klimatransformation sind. Gleichzeitig wurde deutlich: Obwohl bereits viele innovative Ansätze existieren, bleibt der Handlungsdruck hoch. Jetzt braucht es Mut, Zusammenarbeit und konkrete Umsetzungsschritte, um die Transformation aktiv voranzutreiben.

