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Förderung gesellschaftlicher Resilienz durch Bottom Up Initiativen

Das vorliegende Projekt zeigt auf, wie zivilgesellschaftliche Bottom Up Initiativen die soziale Resilienz in Gesellschaften fördern. Während der Covid-19-Pandemie gab es, zusätzlich zum Krisenmanagement der Regierung, Wissenschaft, Industrie und Gesundheitswesen, etliche Bottom Up Initiativen aus der Bevölkerung. Sie spiegelten das hohe Engagement von Einzelpersonen in analoger oder digitaler Form durch Nachbarschaftshilfen, Hackathons wie #versusvirus, Daten- und Analyseplattformen wie corona-data.ch, freiwillige medizinische Helfer uvm.

 

Gesellschaftliche Resilienz wird als vielversprechender Weg für den Umgang mit gesellschaftlich relevanten Risiken angesehen. Daher werden Initiativen in Österreich, Deutschland und der Schweiz analysiert und in ein Framework überführt, mit dessen Hilfe die Auswirkungen auf die soziale Resilienz mithilfe geeigneter Indikatoren gemessen werden können. Der Schwerpunkt des Projekts beschreibt daher, wie Zivilcourage und Zusammenhalt Gesellschaften helfen, turbulente Zeiten zu bewältigen. Zwar wird allgemein davon ausgegangen, dass sich solche Bottom Up Initiativen positiv auf die gesellschaftliche Resilienz auswirken, dennoch sind ihre konkreten Auswirkungen und ihr Nutzen noch zu wenig erforscht und untersucht worden. Das Hauptziel der Projekte ist daher die systematische Untersuchung und Analyse des Beitrags zivilgesellschaftlicher Initiativen zur lokalen gesellschaftlichen Resilienz während, nach und vor einer weiteren Krise. Soziale Resilienz bezieht sich dabei auf die Fähigkeit, externe Störungen in verschiedenen Kontexten zu bewältigen, ohne wesentliche gesellschaftliche Funktionen zu verändern, sowie aus Krisen, die Gesellschaften als Ganzes betreffen, zu lernen, um sie nachhaltig zu stärken (Wink, 2016).

 

Spezifische Ziele des Projekts in Kooperation mit der Swiss Re Foundation sind daher

 

1. die Entwicklung eines theoretischen Rahmens, der die Rolle und die Auswirkungen von Bottom Up Initiativen auf die gesellschaftliche und lokale Resilienz aufzeigt,

 

2. die Bottom Up Initiativen in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu identifizieren und kategorisieren,

 

3. eine anwendbare Methode zur Wirkungsmessung zu entwickeln, die es ermöglicht, die kurz- und langfristigen Auswirkungen gesellschaftlicher Resilienz zu bewerten und

 

4. Empfehlungen für die weitere und nachhaltige Unterstützung von Bottom Up Initiativen abzuleiten.