Trotz des Wissens um die Klimakrise steigen die weltweiten Emissionen weiter. Daher ist es nun in fast allen Szenarien u. a. des Intergouvernemental Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen nötig, nicht nur schenllstmöglich die Emissionen weltweit auf netto Null zu senken, sondern der Atmosphäre auch aktiv Kohlendioxid zu entziehen. Ohne diese Ansätze ist das Risiko die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht halten zu können mit fast 100% Sicherheit gegeben.

 

Daher führte die Stiftung Risiko-Dialog im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) 2017-2019 einen Stakeholderdialog zur Entfernung von Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre durch. Solche Ansätze und Technologien werden oft unter dem Begriff Negative Emissionstechnologien oder Carbon Dioxide Removal (CDR) zusammengefasst. Mehr als 25 Stakeholder aus verschiedenen NGOs, Behörden, Wissenschaften, der Wirtschaft und Politik nahmen teil.

 

Die Basis für den Stakeholderdialog wurde u.a. in einem vorangehendes Dialogprojekt mit führenden Wissenschaftler_innen gelegt.  welches 2017 abgeschlossen wurde. Das Ergebnis des Projektes war ein Whitepaper in dem sich die Wissenschaftler an die Öffentlichkeit wendeten und forderten dieses Thema in einem öffentlichen Dialog zu thematisieren.

 

Im zweiten Schritt führte die Stiftung den eingangs erwähnten Stakeholderdialog durch, dessen Ziel es war, gemeinsam mit in der Schweiz ansässige Stakeholder mit Expertise im Bereich CDR resp. mit direkter Betroffenheit von der Anwendung von CDR zu identifizieren, um danach gemeinsam Chancen und Risiken mit Fokus auf der Schweiz zu erarbeiten und Empfehlungen abzugeben, wie CDR in die Schweizer Klimapolitik am besten zu integrieren sei. Das Projekt nutzte die verfügbare Wissensbasis aller Beteiligten, um mit diesem Bericht das Verständnis in Bezug auf Governance, Kommunikation und Skalierung des CDR zu vertiefen. Schliesslich war das Ziel dieses Berichts, Massnahmen zur Minimierung möglicher CDR- und Klimarisiken sowie zur Nutzung von Chancen zu empfehlen. Der Bericht ist hier verfügbar.

 

Weiter flossen die Ergebnisse der Projekte in das am 28. August 2019 vom Bundesrat beschlossene Scweizer NET Zero 2050 Klimaziel ein. Die Schweiz ist damit eines der ersten Länder der Welt, welches eine offizielle Position zu Negativen Emissionstechnologien (CDR) hat.

 

Hier geht es zur Seite des BAFU und weiteren Informationen zu Negativen Emissionstechnologien in Bezug auf das (im August 2019) neu kommunizierte Klimaziel 2050 sowie zu unseren Dialogprojekten.

 

Damit ist nun eine solide Grundlage für einen öffentlichen Dialog geschaffen, der nun dringend stattfinden muss um gemeinsam zu entscheiden, wie die Schweiz mit Mitigationsmassnahmen und CDR die Pariser Klimaziele mit höchst möglicher Sicherheit erreichen kann.

Metadaten

Projekttyp

Stakeholder Dialog

Kunde

Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Projektstart

1. Januar 2018

Projektende

27. August 2019

Projektland

Schweiz

Ansprechpartner

Christoph Beuttler

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