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Lehrveranstaltung Umweltproblemlösen CDR
Welche Rolle können Negativemissionstechnologien für das Erreichen von Netto-Null spielen – und welche Herausforderungen entstehen bei ihrer Umsetzung? In der Lehrveranstaltung Umweltproblemlösen CDR an der ETH Zürich brachte die Stiftung Risiko-Dialog ihre Expertise zu Carbon Dioxide Removal (CDR) und Carbon Capture & Storage (CCS) ein und unterstützte Studierende dabei, diese Fragen anhand realer klimapolitischer Herausforderungen zu analysieren.
Reale Klimapolitik als Lernfeld
Die Lehrveranstaltung Umweltproblemlösen CDR im Bachelorstudium Umweltnaturwissenschaften der ETH Zürich vermittelt Studierenden, wie komplexe Nachhaltigkeitsprobleme analysiert und Lösungsansätze entwickelt werden können. Jährlich arbeiten rund 100 Studierende in interdisziplinären Gruppen an einer realen Fallstudie und entwickeln daraus konkrete Massnahmen und Projektideen.
Im Rahmen der aktuellen Fallstudie zur kantonalen Klimastrategie des Kantons Zürich wirkte Samuel Eberenz, Projektleiter Klima & Energie bei der Stiftung Risiko-Dialog, als Fachexperte und Mitglied der Begleitgruppe mit. Er brachte fachlichen Input zu Carbon Dioxide Removal (CDR) und Carbon Capture & Storage (CCS) ein – Technologien, die als mögliche Bausteine auf dem Weg zu Netto-Null diskutiert werden.
Potenziale und Zielkonflikte von Negativemissionstechnologien
Gemeinsam mit den Studierenden wurden Fragen zu Potenzialen, Zielkonflikten und gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Technologien untersucht. Die Studierenden analysierten unter anderem die Rolle verschiedener Stakeholder, regulatorische Rahmenbedingungen sowie bestehende und geplante Massnahmen in der Klimastrategie im Kanton Zürich. Konkrete Vertiefungen beschäftigten sich etwa mit CCS in der Kehrichtverwertung oder mit Kohlenstoffspeicherung im Holzbau. Die Ergebnisse wurden in wissenschaftlichen Arbeiten ausgearbeitet, die von den beteiligten Expert:innen begleitet und bewertet wurden.
Die Zusammenarbeit ermöglichte den Studierenden einen praxisnahen Zugang zu aktuellen klimapolitischen Fragestellungen. Gleichzeitig zeigte sich, wie wertvoll transdisziplinäre Lernformate sind: Wenn wissenschaftliche Methoden, reale politische Strategien und Perspektiven aus Praxis und Gesellschaft zusammenkommen, entstehen fundierte Analysen und neue Ideen für konkrete Massnahmen.