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Grundlagen für die Stärkung der individuellen Vorsorge für Katastrophen und Notlagen

Im Rahmen des integralen Risikomanagements für Katastrophen und Notlagen gewinnt die Vorsorge eine zunehmende Bedeutung. Aus Sicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) gilt es daher, das Vorsorgeverhalten zu stärken und dabei aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, aktuelle Lebenswelten der Bevölkerung und aktuelle Erkenntnisse der Verhaltensforschung und Kommunikation zu berücksichtigen.

Ziel des Projekts war es, die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Vorsorgekommunikation aufzuzeigen, um das freiwillige, individuelle Vorsorgeverhalten der Schweizer Bevölkerung zu stärken. Es geht dabei sowohl um die Sensibilisierung als auch konkrete Verbesserung der individuellen Vorsorgeplanung mit Notfallplan und Notvorrat. Die in verschiedenen Schritten entwickelten 51 Ansätze basieren auf verhaltenspsychologischen Modellen und umfassen:

  • Massnahmenideen zur Sensibilisierung
  • Massnahmenideen zur Kosten-Nutzen-Optimierung
  • Massnahmenideen zur direkten Verhaltensänderung

Das  Projekte zeigte, dass das Potential dieser (neuen) Ansätze für eine Verhaltensänderung hin zu mehr individueller Vorsorge gegeben ist. Für die Weiterentwicklung der Vorsorgekommunikation ist es von grosser Bedeutung, die strategischen Fragen bspw. nach erwarteten Zielen zu klären und im Einzelfall zu testen: Bei welchen Zielgruppen ist welche Wirkung mit wieviel Aufwand zu erzielen? Was ist realistisch erreichbar? Von welchem IST-Zustand und strategischem Rahmen kann ausgegangen werden?

Viele der vorgeschlagenen Massnahmen basieren auf Kooperationen zwischen Stellen bei Bund, Kantonen und Gemeinden, aber auch mit privatwirtschaftlichen Partnern oder der Zivilgesellschaft und/oder dem Ausland.  Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktoren auch für die Vorsorgekommunikation und kann auch dank Netzwerkeffekten einen wesentlichen Beitrag zu mehr individueller Vorsorge im Bevölkersschutz beitragen.

Metadaten

Projekttyp

Studie

Kunde

Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Projektstart

31. Oktober 2019

Projektende

31. Oktober 2020

Projektland

Schweiz

Ansprechpartner

Matthias Holenstein

Topic

Risikokommunikation und Verhalten