Eine aktuelle Studie zeigt: 4 von 5 Volksinitiativen werden von etablierten Organisationen (vorwiegend Parteien und Verbände) lanciert. Dies möchten APROPOS_Risiko-Dialog und der Dachverband Schweizer Jugendparlamente ändern und entwickeln mit Hilfe der Schweizerischen UNESCO-Kommission die Digitale Demokratie-Toolbox. Ziel dabei ist, der breiten Öffentlichkeit konkret aufzuzeigen, wo sie sich digital beteiligen können.

 

Während des Wahljahres 2019 führte APROPOS_Risiko-Dialog mit Expert_innen und der breiten Bevölkerung unterschiedliche interaktive Diskursformate im #DigitalFestival und #Schweizwählt durch. Die dabei gemeinsam gesammelten Erkenntnisse zur #digitalenDemokratie fliessen nun in ein Meta #CivicTech Tool ein. Die Digitale Demokratie-Toolbox stammt aus der Feder eines durchmischten Teams an Civic Tech-Liebhabern und entstand während des #VersusVirus Hackathons. Sie wird nun von APROPOS_ in Kollaboration mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente weiterentwickelt. Oberstes Ziel dabei ist, die Schweizer Bevölkerung auf die aktive Mitwirkung mit einfachen digitalen Tools aufmerksam zu machen.

«Es bestehen bereits zahlreiche Civic Tech Tools wie Plattformen und Applikationen, die die politische Beteiligung vereinfachen. Nur kennen diese nur Wenige oder sehen nicht wer oder was dahintersteckt. Wir möchten mit der Digitalen Demokratie Toolbox Licht in diesen Civic Tech Dschungel bringen.» so Projektleiterin Nathalie Stübi von ARPOPOS_Risiko-Dialog.

Dank der Programmfinanzierung «Global Citizenship Education» durch die UNESCO-Kommission kann der Toolbox-Prototyp weiterentwickelt und verfeinert werden. Eine Übersicht von nationalen und internationalen Civic Tech Tools soll dazu beitragen, die digitale politische Beteiligung der Bevölkerung auch zu globalen Fragen über nationalen Grenzen hinweg zu erleichtern. Sie stösst so eine Diskussion über Technologien der Bürgerbeteiligung an und stärkt das öffentliche Engagement dank E-Partizipation.

 

 

 

Was ist Civic Tech?

 

Unter Civic Technology (kurz Civic Tech) versteht man den Einsatz digitaler Technologien zur Verbesserung der politischen Partizipation der Bevölkerung. Konkret zielt sie darauf ab, die Bürger_innen besser in politische Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dazu gehören Crowdsourcing-Prozesse, die direkte Kommunikation mit politischen Amtsträgern und die Abstimmung für Nachbarschaftsprojekte. Ein gutes Beispiel, das schon seit langem genutzt wird, ist der Dienst « Züri wie neu ». Mit dem Webtool der Stadt Zürich können Bürger_innen Schäden an der Infrastruktur, z.B. an einer Bank oder einer Strassenlaterne, einfach melden, indem sie den Standort eingeben, eine Beschreibung eingeben und ein Foto hochladen.

 

Interessiert an mehr Digitalprojekten? Unter apropos.swiss finden Sie alle Details zu den Aktivitäten der Stiftung Risiko-Dialog im Bereich Digitalisierung & Gesellschaft.