Mit unserer Digital Literacy Simulation treffen wir den Nerv der Zeit. Eine fundierte und respektvolle Debattenkultur betrifft uns alle. Die Simulation erlaubt es, die digitale Diskussionskultur, Informationsbeschaffung und Meinungsbildung aktiv zu erleben und verbessern. Nachdem wir mit Unterstützung des Kantons Zürich und in Kooperation mit Dezentrum im vergangenen Jahr den ersten Prototypen entwickeln konnten, dürfen wir aktuell mit Unterstützung von drei weiteren Partnern – E-Government Schweiz,  Gebert Rüf Stiftung und Christoph Merian Stiftung – die Simulation weiterentwickeln und für verschiedene Zielgruppen aufarbeiten.

 

Für die meisten Menschen gehört die Informationsbeschaffung und die Kommunikation im digitalen Raum inzwischen zum Alltag. Für eine differenzierte und ausgewogene Meinungsbildung im digitalen Raum braucht es gewisse digitale Kompetenzen. Hierzu gehört der sichere und kritische Umgang mit Medien und eine reflektierte Meinungsbildung in der digitalen Welt (Digital Literacy). Hier setzt das Projekt an: Anhand einer realitätsnahen, simulierten Online-Debatte beleuchten und reflektieren wir die digitale Transformation im politischen Meinungsbildungsprozess.

Für die Teilnehmenden der Simulation wird dabei eine virtuelle Debatte geschaffen, in der sie den Einfluss von Desinformation, Trolls, und ähnlichen Phänomenen auf ihre eigene Meinungsbildung aktiv erleben und hinterfragen können. Mit finanzieller Unterstützung vom Kantons Zürich konnten wir im Herbst 2020 einen Prototyp der Simulation entwickeln und erste Durchführungen innerhalb der kantonalen Verwaltung organisieren. Das durch den Prototyp geschaffene Erlebnis und der innovative Ansatz der Reflexion in der Gruppe waren ein grosser Erfolg und zeigten das Potential des Projekts für eine breitere Anwendung.

 

Wir freuen uns sehr, dass wir im laufenden Jahr gleich von drei Seiten Unterstützung für die Weiterentwicklung des Projekts erhalten. Durch diese Kooperation mit unterschiedlichen Instanzen wird der Prototyp verbessert und eine gezielte Adaption für unterschiedliche Zielgruppen ist im Gange:

 

Eine Projektförderung durch E-Government Schweiz erlaubt uns, die Simulation inhaltlich und technisch weiterzuentwickeln und die Erstellung der Projektwebseite, welche wesentliche Inhalte aufnimmt, Materialien zur Verfügung stellt und uns als Grundlage für die Ansprache von interessierten Personen oder Organisationen dient. Die Gebert Rüf Stiftung finanziert die Weiterentwicklung und Anpassung der Inhalte für die Verwendung in Schulklassen. Gerade Jugendliche sind heute viel im digitalen Raum unterwegs und neue, digitale Informationskanäle lösen immer stärker konventionelle Medien ab. Deshalb ist es essentiell, dass Jugendliche Phänomene wie Desinformation, Trolls oder Bots kennen, erkennen und wirksame Strategien im Umgang mit diesen Phänomenen entwickeln. Zu diesem Zweck führen wir bald zahlreiche Simulationen in Schulklassen durch. Ziel ist es auch, die Simulation so weiterzuentwickeln, dass Lehrpersonen diese in Zukunft unabhängig nutzen können. Um unsere Simulation optimal in den Schulalltag einzubinden, wird das Projekt mit Lehrpersonen entwickelt und an die Bedürfnisse des Schulunterrichts angepasst.

 

Seit zwei Wochen haben wir des Weiteren die finanzielle Unterstützung durch die Christoph Merian Stiftung zugesichert bekommen, um die Simulation spezifisch in der Region Basel durchzuführen. Das Zielpublikum für die digitale Weiterbildung ist hier die Baby-Boomer Generation (Jahrgang 46 bis 64). Die Forschung hat gezeigt, dass gerade ältere Personen sehr zugänglich sind für Desinformation und nicht genügend digitale Kompetenzen besitzen im Umgang mit solchen Online-Phänomenen.

 

Wir freuen uns enorm über das hohe Interesse und die Möglichkeit gemeinsam mit unserem Projektkooperationspartner Dezentrum die Simulation für unterschiedliche Personen erlebbar und nutzbar zu machen. Gerne weisen wir darauf hin, dass in den kommenden Wochen die Projektwebsite aufgeschaltet wird, mit regelmässig aktualisierten Informationen und Angeboten. Bei Interesse am Projekt oder Fragen zur Anwendbarkeit in anderen Bereichen, dürfen Sie uns jederzeit kontaktieren.