Tiefe Geothermie | Proaktive Risikokommunikation als zentrales Element eines integralen Risikomanagements.

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Neue Technologien wie die tiefe Geothermie bieten Chancen für die gesamte Gesellschaft. Oftmals bestehen aber in der Bevölkerung auch Bedenken, die frühzeitig und aktiv anzugehen sind. Innovationen gehen einher mit Unsicherheiten sowie unterschiedlichen Bewertungen von Chancen und Gefahren. Unidirektionale Kommunikation und klassische PR-Maßnahmen (z.B. Broschüren, Webseiten, Zeitungsartikel, etc.) sind zu ergänzen mit offenen Dialogen, die einen gegenseitigen Austausch – beispielweise zwischen Anwohnern und Projektbetreibern – ermöglichen. Derartige Dialoge erlauben es betroffenen Stakeholdern, sich mit ihren Anliegen Gehör zu verschaffen und sich mit Verantwortlichen und Experten auszutauschen. So wird das Vertrauen gestärkt und Lösungen werden ermöglicht.

 

Projektreferenzen

Bürgerdialog Groß-Gerau
Die Stiftung Risiko-Dialog organisiert und moderiert im Rahmen des Geothermieprojekts der Überlandwerk Groß-Gerau (D) den Dialog mit der Bevölkerung und mit Interessensgruppen. Dieser ergebnisoffene Prozess soll die Fragen nach dem Ob, Wo und Wie eines Geothermieprojekts diskutieren sowie eine offene Kommunikation auf Augenhöhe zwischen allen Projektbeteiligten bzw. -betroffenen unterstützen. Nachdem 2011/2012 Gespräche mit der Bevölkerung und Interessensgruppen durchgeführt worden waren, organisierte die Stiftung anfangs 2013 fünf öffentliche Bürgerforen. Daneben erarbeitete der Geothermiebeirat Forderungen an das Geothermieprojekt. Diese wurden im Schlussbericht dokumentiert und am Schlussforum von den Beiräten der Öffentlichkeit präsentiert. Der gesamte Prozess wurde auf www.dialoggeo.de transparent dokumentiert.

Stakeholderanalyse Geothermie - Analyse von Einstellungen und Wahrnehmungsprozessen

Im Rahmen des von Enerchange geleiteten und vom deutschen Umweltbundesministerium geförderten Projekts zur Evaluation und Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit für Geothermieprojekte führte die Stiftung Risiko-Dialog im Frühling 2012 eine Stakeholderanalyse an vier ausgewählten Geothermiestandorten in Deutschland durch. Der vorliegende Teilbericht gibt eine Übersicht über die Rollen und Wahrnehmungen der Stakeholder vor Ort.

::: Teilbericht [pdf, 306 KB]

Begleitung des Geothermieprojektes St.Gallen
Um Hinweise auf die Erwartungen der Bevölkerung und Interessenvertretern zum Geothermieprojekt in St.Gallen zu erhalten, hat die Stadt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Risiko-Dialog bereits in einer frühen Projektphase Gespräche mit der Bevölkerung und Interessenvertretern geführt. Dabei zeigt sich, dass das Projekt mit grossen Hoffnungen verbunden ist, die konkrete Umsetzung in der Wahrnehmung aber noch in weiter Ferne liegt und diese vertrauensvoll den Experten überlassen wird. Es ist aber auch deutlich spürbar, dass die Bevölkerung mit den Verantwortlichen auf Augenhöhe diskutieren möchte. Dieser erste proaktive Dialog ist erfolgreich verlaufen. Die Vertrauensbasis zwischen den verschiedenen Beteiligten wurde somit weiter gestärkt. Damit konnten Bedürfnisse der unterschiedlichen Akteure sowie brisante Themen in der Öffentlichkeit frühzeitig aufgenommen werden.

::: Studie zum Umgang mit Hoffnungen und Bedenken am Beispiel Geothermie St. Gallen

Risiko-Dialog Basel
Das Erdbeben im Dezember 2006 erschütterte die Basler Hoffnungen auf Geothermie. Die Arbeiten wurden sistiert. Um das weitere Vorgehen zu gestalten, untersuchte einerseits eine technische Analyse die Risiken der weiteren Nutzung. Andererseits unterstützte die Stiftung Risiko-Dialog den Prozess mit Bevölkerungsdialogen. Ziel beider Projekte war es, dass Baslerinnen und Basler einen risikokompetenten Entscheid fällen konnten. Dabei wurden sowohl technische Aspekte als auch Emotionen mitreflektiert.

 

Ausgewählte Publikationen

Publikation

"Success factors for participatory procedures in deep geothermal energy projects"
Beitrag an SRA-Europe 21st Annual Conference, Zürich
::: Vollständiger Bericht [pdf, 38 KB]

 

"A comparison of mental risk concepts on carbon dioxide capture and storage (CCS) and deep geothermal energy (DGE)"
Beitrag an SRA-Europe 21st Annual Conference, Zürich
::: Vollständiger Bericht [pdf, 38 KB]

 

Leitfaden "Entwicklung von Geothermieprojekten"
Fachpublikation zu den Grundlagen und den drei Entwicklungsphasen eines Geothermieprojektes
::: Sonderdruck zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerdialog [pdf, 381 KB]

 riskBRIEF

Seite 1: Faszination und Unsicherheiten
::: riskBRIEF 2/2009 [pdf, 1.4 MB]

 

Seite 1: Risiko Geothermie
::: riskBRIEF 2/2008 [pdf, 175 KB]

 

Seite 1: Geothermie-Beben: Ein Fazit
::: riskBRIEF 2/2007 [pdf, 1.4 MB]

Studie

Geothermieprojekt Groß-Gerau, Gespräche mit Interessensgruppen und der Bevölkerung, 2012
In der Region Groß-Gerau plant die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) ein Geothermiekraftwerk, das die Wärme aus tief gelegenem Thermalwasser zur Energieproduktion nutzt. Parallel zu den Planungen rund um die technische Erschliessung der tiefen Erdwärme entwickelt die ÜWG mit Unterstützung der unabhängigen Schweizer Stiftung Risiko-Dialog einen ergebnisoffenen Dialogprozess zum Geothermieprojekt. Den Grundstein für diesen Dialog legen Gespräche mit 30 Vertretern verschiedener Interessensgruppen wie Landwirtschaft, Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und Vertretern der Bevölkerung. Ziel ist es, in einem ersten Schritt Wahrnehmungen, Hoffnungen, Ängste, offene Fragen und Anliegen der Bürger im Kreis Groß-Gerau rund um das Thema Geothermie zu erfassen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Gesprächen werden im vorliegenden Bericht der Stiftung Risiko-Dialog dargestellt.

::: Schlussbericht - Gespräche mit Interessensgruppen und der Bevölkerung [pdf]

 

Kontaktperson: Matthias Holenstein, Lasse Wallquist

Stiftung Risiko-Dialog St. Gallen | Technoparkstrasse 2 | 8406 Winterthur | Tel. +41 52 551 10 01 | Fax +41 52 551 10 09
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