Tiefe Geothermie | Proaktive Risikokommunikation als zentrales Element eines integralen Risikomanagements.

 

Neue Technologien wie die tiefe Geothermie bieten Chancen für die gesamte Gesellschaft. Oftmals bestehen aber in der Bevölkerung auch Bedenken, die frühzeitig und aktiv anzugehen sind. Innovationen gehen einher mit Unsicherheiten sowie unterschiedlichen Bewertungen von Chancen und Gefahren. Unidirektionale Kommunikation und klassische PR-Maßnahmen (z.B. Broschüren, Webseiten, Zeitungsartikel, etc.) sind zu ergänzen mit offenen Dialogen, die einen gegenseitigen Austausch – beispielweise zwischen Anwohnern und Projektbetreibern – ermöglichen. Derartige Dialoge erlauben es betroffenen Stakeholdern, sich mit ihren Anliegen Gehör zu verschaffen und sich mit Verantwortlichen und Experten auszutauschen. So wird das Vertrauen gestärkt und Lösungen werden ermöglicht.

 

Projektreferenzen

Stakeholderanalyse Geothermie - Analyse von Einstellungen und Wahrnehmungsprozessen

Im Rahmen des von Enerchange geleiteten und vom deutschen Umweltbundesministerium geförderten Projekts zur Evaluation und Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit für Geothermieprojekte führte die Stiftung Risiko-Dialog im Frühling 2012 eine Stakeholderanalyse an vier ausgewählten Geothermiestandorten in Deutschland durch. Der vorliegende Teilbericht gibt eine Übersicht über die Rollen und Wahrnehmungen der Stakeholder vor Ort.

::: Teilbericht [pdf, 306 KB]

Begleitung des Geothermieprojektes St.Gallen
Um Hinweise auf die Erwartungen der Bevölkerung und Interessenvertretern zum Geothermieprojekt in St.Gallen zu erhalten, hat die Stadt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Risiko-Dialog bereits in einer frühen Projektphase Gespräche mit der Bevölkerung und Interessenvertretern geführt. Dabei zeigt sich, dass das Projekt mit grossen Hoffnungen verbunden ist, die konkrete Umsetzung in der Wahrnehmung aber noch in weiter Ferne liegt und diese vertrauensvoll den Experten überlassen wird. Es ist aber auch deutlich spürbar, dass die Bevölkerung mit den Verantwortlichen auf Augenhöhe diskutieren möchte. Dieser erste proaktive Dialog ist erfolgreich verlaufen. Die Vertrauensbasis zwischen den verschiedenen Beteiligten wurde somit weiter gestärkt. Damit konnten Bedürfnisse der unterschiedlichen Akteure sowie brisante Themen in der Öffentlichkeit frühzeitig aufgenommen werden.

::: Studie zum Umgang mit Hoffnungen und Bedenken am Beispiel Geothermie St. Gallen

 

Risiko-Dialog Basel
Das Erdbeben im Dezember 2006 erschütterte die Basler Hoffnungen auf Geothermie. Die Arbeiten wurden sistiert. Um das weitere Vorgehen zu gestalten, untersuchte einerseits eine technische Analyse die Risiken der weiteren Nutzung. Andererseits unterstützte die Stiftung Risiko-Dialog den Prozess mit Bevölkerungsdialogen. Ziel beider Projekte war es, dass Baslerinnen und Basler einen risikokompetenten Entscheid fällen konnten. Dabei wurden sowohl technische Aspekte als auch Emotionen mitreflektiert.


Weitere Informationen und Kontakt

::: Publikationen
::: frühere Veranstaltungen
::: Pressespiegel

Kontaktperson: Matthias Holenstein

 

Stiftung Risiko-Dialog St. Gallen | Technoparkstrasse 2 | 8406 Winterthur | Tel. +41 52 551 10 01 | Fax +41 52 551 10 09
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