Energie & Infrastruktur | Spannungsfelder zwischen energiewirtschaftlichem Handlungsbedarf und gesellschaftlicher Akzeptanz.

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Zur Realisierung der geforderten Energiewende ist ein breites Massnahmenspektrum notwendig. Dabei öffnet sich verstärkt ein Spannungsfeld zwischen dem für die Deckung der Energienachfrage notwendigen Ausbau von Kapazitäten in Produktion und Distribution sowie der öffentlichen Akzeptabilität vieler dafür angedachter Infrastrukturen.

Diese energiepolitische Entwicklung stellt die Planung, Implementierung und Kommunikation von Energieinfrastrukturen vor neue Herausforderungen. Dabei darf die Lösung bzw. Verhinderung von Konflikten zwischen Betreibern, Bürgern und Organisationen durch Kommunikation nicht als „Akzeptanzbeschaffung“ verstanden werden. Vielmehr muss das Projekt von Beginn an so konzeptioniert und kommuniziert werden, dass die betroffenen Bürger einbezogen sind und informierte Entscheidungen treffen können. Damit ein solcher Dialog als transparent und glaubwürdig wahrgenommen wird, ist die Allparteilichkeit der Moderation wichtig. Nicht alle Energieprojekte benötigen (umfassende) partizipative Dialoge. Ein kontinuierliches Monitoring der öffentlichen Wahrnehmung hilft zu entscheiden, wann welche Dialogformen zu prüfen sind.

 

Projektreferenzen

Bürgerdialog Groß- Gerau (seit 2011)
Die Stiftung Risiko-Dialog organisiert und moderiert im Rahmen des Geothermieprojekts der Überlandwerk Groß-Gerau (D) den Dialog mit der Bevölkerung und mit Interessensgruppen. Dieser ergebnisoffene Prozess soll die Fragen nach dem Ob, Wo und Wie eines Geothermieprojekts diskutieren sowie eine offene Kommunikation auf Augenhöhe zwischen allen Projektbeteiligten bzw. -betroffenen unterstützen. Nachdem 2011/2012 Gespräche mit der Bevölkerung und Interessensgruppen durchgeführt worden waren, organisierte die Stiftung anfangs 2013 fünf öffentliche Bürgerforen. Daneben erarbeitete der Geothermiebeirat Forderungen an das Geothermieprojekt. Diese wurden im Schlussbericht dokumentiert und am Schlussforum von den Beiräten der Öffentlichkeit präsentiert. Der gesamte Prozess wurde auf www.dialoggeo.de transparent dokumentiert.

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Risikowahrnehmung Versorgungsqualität (2007)
"Stromausfälle beschäftigen nicht, Stromknappheit schon. "So können die Resultate der Studie zur Risikowahrnehmung Versorgungsqualität zusammengefasst werden. Die Stiftung Risiko-Dialog ging im Auftrag des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich ewz den Fragen nach, wie die Bevölkerung Stromausfälle erlebt und welche Erwartungen sie an den Stromversorger hat. Demnach wollen alle eine sichere Stromversorgung. An Ausfälle denkt fast niemand. Zudem stellen Kundinnen und Kunden zunehmend höhere Ansprüche an ihren Stromversorger. Die Kommunikation bei Ausfällen und zu energiepolitischen Fragen ist, wird für die Zukunft zentral sein.

::: Studie Risikowahrnehmung Versorgungsqualität, 2007 [pdf, 178kb]

Risikowahrnehmung Energieperspektiven 2035 (Oktober 2006)
Das Bundesamt für Energie BFE hat die "Energieperspektiven 2035" erarbeitet. Wie nehmen Interessensvertreter die Risiken in diesen Energieperspektiven wahr? Wie lassen sich die unterschiedlichen Wahrnehmungen erklären und was bedeutet dies für die Energiedebatte? Diesen Fragen ging die Studie der Stiftung Risiko-Dialog im Auftrag des BFE nach.

::: Risikowahrnehmung Energieperspektiven 2035 [pdf, 339kb]

 

Ausgewählte Publikationen

Artikel

Bulletin VSE/SEV, 06/2012
::: Unsicherheit durch Zusammenspiel von Experten und Bevölkerung meistern

 

Bulletin VSE/SEV, 10/2011
::: Lokaler Kontakt - Mehr Akzeptanz?

 

GWA, April 2010
::: Risikokommunikation in der Trinkwasserversorgung?
[pdf]

 

Strom TV, 29. September 2008
::: Welcher Dialog ist nötig?

 

Bulletin VSE/SEV, 16/2008
::: Strom ist Hausarbeit – Kommunikation tut not

  Sicherheit Sécurité Sicurezza, 2008_3
::: Stromausfall - was denkt die Bevölkerung?
 

Neue Zürcher Zeitung NZZ, 4. Juni 2008
::: Stromausfall - nicht bei uns

  Neue Zürcher Zeitung NZZ, 1. Februar 2007
::: Risiken der Energiedebatte
 

IT Business, Dezember 2005
::: Vernetzte Infrastrukturen: Mit Risiken umgehen

riskBRIEF

Seite 1: Weltbilder prägen Debatte
::: riskBRIEF 4/2006 [pdf, 248kb]

 

Seite 3: Energie: Aktive Auseinandersetzung mit Risiken
::: riskBRIEF 3/2006 [pdf, 279kb]

 

Seite 1: Atomenergie: Dialog notwendig
::: riskBRIEF 2/2005 [pdf, 360kb]

Studie

Geothermieprojekt Groß-Gerau, Gespräche mit Interessensgruppen und der Bevölkerung, 2012
In der Region Groß-Gerau plant die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) ein Geothermiekraftwerk, das die Wärme aus tief gelegenem Thermalwasser zur Energieproduktion nutzt. Parallel zu den Planungen rund um die technische Erschliessung der tiefen Erdwärme entwickelt die ÜWG mit Unterstützung der unabhängigen Schweizer Stiftung Risiko-Dialog einen ergebnisoffenen Dialogprozess zum Geothermieprojekt. Den Grundstein für diesen Dialog legen Gespräche mit 30 Vertretern verschiedener Interessensgruppen wie Landwirtschaft, Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und Vertretern der Bevölkerung. Ziel ist es, in einem ersten Schritt Wahrnehmungen, Hoffnungen, Ängste, offene Fragen und Anliegen der Bürger im Kreis Groß-Gerau rund um das Thema Geothermie zu erfassen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Gesprächen werden im vorliegenden Bericht der Stiftung Risiko-Dialog dargestellt.
::: Schlussbericht - Gespräche mit Interessensgruppen und der Bevölkerung [pdf]

::: Informationen zum Projekt

 

Risikowahrnehmung Energieperspektiven 2035, Oktober 2006
Das Bundesamt für Energie BFE hat die "Energieperspektiven 2035" erarbeitet. Wie nehmen Interessensvertreter die Risiken in diesen Energieperspektiven wahr? Wie lassen sich die unterschiedlichen Wahrnehmungen erklären und was bedeutet dies für die aktuelle Energiedebatte? Diesen Fragen geht die Studie der Stiftung Risiko-Dialog im Auftrag des BFE nach.
::: Risikowahrnehmung Energieperspektiven 2035 [pdf, 339kb]

 

Kontaktpersonen: Christoph Beuttler, Daniel Gregorowius

Stiftung Risiko-Dialog St. Gallen | Hirtenweg 7 | 9010 St. Gallen | Tel. +41 52 551 10 01 | info@risiko-dialog.ch
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