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Fehler der Gentechnologie vermeiden (Newsletter NFP "Supramolekulare funktionale Materialien") Drucken

 

Nanotechnologie ist in der Schweiz hochaktuell, allerdings interessieren bis jetzt die gesellschaftlichen Aspekte kaum. Um die öffentliche Debatte anzuregen, hat die Stiftung Risiko-Dialog im Juni 2003 in Dübendorf eine Tagung veranstaltet.

Offenbar hat die Stiftung ein heisses Thema angeschnitten: mehr als 50 Personen aus Industrie, Versicherungsbranche, Forschung und Medien haben an der ganztägigen Veranstaltung teilgenommen. Dabei hat es sich gezeigt, dass sich die Wissenschafter kaum bewusst sind, dass es Risiken gibt. Aber auch die Versicherungen haben die Risiken bis jetzt noch nicht thematisiert.

«Es besteht die Gefahr, dass es der Nanotechnologie geht wie der Gentechnologie, dass sie in ein schiefes Licht kommt», sagt Christoph Meili, Projektleiter Genrisk der Stiftung Risiko-Dialog und Organisator der Tagung. Wichtig sei deshalb, dass die Industrie so früh wie möglich die Risiken abkläre und dass eine Deklarationspflicht eingeführt werde. Schon heute sind nämlich Nanopartikel in so alltäglichen Dingen wie Ketchup, Glas oder Sonnencreme enthalten.

 

Verunsicherung spürbar

Eine gewisse Verunsicherung sei an der Tagung generell zu spüren gewesen, sagt Meili. «Die meisten Teilnehmenden waren erstaunt, was in der Nanotechnologie schon alles umgesetzt ist.» Die Stiftung werde das Thema jedenfalls weiter pflegen und recherchieren. «Nanotechnologie wird neben der Gentechnik einer unserer Schwerpunkte werden», ist Meili überzeugt.

 

Artikel erschienen im Newsletter NFP "Supramolekulare funktionale Materialien", Nr. 4, Juli 2003.