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Unterstützung oder Überwachung?
Wo liegen die Chancen, wo die Gefahren von Pervasive Computing? Die Frage wird kontrovers beurteilt. Wichtige Stakeholder haben sie in zwei Dialogen gemeinsam diskutiert - daraus entstand neben anderem der «Kompass für einen verantwortungsvollen Einsatz von Pervasive Computing»
Pervasive Computing
Im Alltag der Zukunft werden immer mehr unauffällige, kleine, untereinander vernetzte Chips und Sensoren ständig präsent sein. Pervasive Computing beschreibt einen technologischen Trend, der durch Entwicklungen in der Mikroelektronik, der Informations-, Kommunikations- und Sensortechnologie sowie der Materialwissenschaften vorangetrieben wird. Immer mehr Chips und Sensoren werden in Alltagsgegenstände und -objekte eingebettet, beispielsweise in Fahrzeuge, Kundenkarten, medizinische Artikel oder Lebensmittelverpackungen.
Konfliktpotenzial
Diese Entwicklung birgt gesellschaftliche und unternehmerische Chancen: Mehr Sicherheit und Effizienz, eine bessere Gesundheitsversorgung und zusätzliche Dienstleistungen werden erhofft. Den Zukunftsbildern einer angenehmen, unauffälligen Technologieunterstützung im Alltag stehen jedoch Bilder einer Kontroll- und Überwachungsgesellschaft gegenüber. Fallen überall Daten an, werden Privacy- sowie Verantwortlichkeits- und Haftpflichtfragen aufgeworfen.
Dialoge In den Jahren 2005 und 2006 haben 45 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden sowie Konsumenten-, Patienten-, Datenschutz- und Umweltorganisationen diese Spannungsfelder diskutiert – in einem Dialog-Projekt der Stiftung Risiko-Dialog in Zusammenarbeit mit ICTswitzerland und der Stiftung für Datenschutz und Informationssicherheit.
Der in diesem Dialog entwickelte «Kompass für einen verantwortungsvollen Einsatz von Pervasive Computing» will Organisationen und Personen eine Orientierung geben, um mit Risiken des Computings der Zukunft umzugehen. Er ist ein erstes Ergebnis eines Dialogs zwischen wichtigen Interessengruppen, die frühzeitig und konstruktiv gemeinsam die Entwicklungen diskutieren.
Vorangegangen ist diesem so genannten PvC-Dialog II ein erster Dialog im Jahre 2004.
Im Jahr 2007 diskutierten Unternehmen, Behörden, wissenschaftliche Institutionen und NGOs anhand von neuen Technologieentwicklungen und konkreten Anwendungsbeispielen die Implikationen für die Gesellschaft, für Wirtschaft und Politik. Dazu traf sich die Dialog-Gruppe im IBM Zurich Research Laboratory und im Spital Thun.
Anfang 2008 entschieden sich die Mitglieder den PvC-Dialog vorerst nicht weiter zu führen. Sowohl bei der Entwicklung als auch der konkreten Anwendung geht es langsamer vorwärts, als ursprünglich gedacht. Dies zeigte sich auch an den beiden Treffen im Jahr 2007. Als Folge davon findet die Thematik bisher wenig Beachtung in Politik und Öffentlichkeit. Alle Teilnehmer der Dialog-Gruppe sind jedoch interessiert, die Gespräche fortzusetzen, sobald sich eine Veränderung abzeichnet.
Publikationen zu Pervasive Computing
Kompass zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Pervasive Computing
Zusammenfassendes Ergebnis des Stakeholder-Dialogs über Pervasive Computing, 2005/06. Orientierungshilfe für Organisationen und Personen, um mit den Risiken des Computings der Zukunft umzugehen.
::: Kompass
Aussichten und Einsichten
Ausführlicher Bericht zum Pervasive Computing Dialog II - einem Stakeholder-Dialog zur Selbstregulierung, 2006
::: riskDOK 004
Überall und unsichtbar
Stakeholder-Dialog I über Pervasive Computing, 2005
::: riskDOK 003
Pressespiegel
::: Pressespiegel Informations- und Kommunikationstechnologien
Dossier
::: Dossier Pervasive Computing: Sammlung von interessanten Veranstaltungen, Beiträgen und Links zum Thema Pervasive Computing
Anlässe
::: Veranstaltungen
Links
| ::: m-lab.ch |
Forschungsinitiative der ETH Zürich und der Universität St. Gallen |
| ::: TA-Swiss |
Studie der Technikfolgenabschätzung Schweiz zu Pervasive Computing |
Kontakt
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