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Die Suche nach der verlorenen Glaubwürdigkeit läuft auf Hochtouren. Misstrauen blüht. Es gibt Gründe genug, sich zu fürchten und ein "gesundes Misstrauen" zu pflegen. - Kurt Imhof: Moral: Das Geschäft mit der Wiederherstellung von Vertrauen
- Franz Liebl: "The Usual Suspects": Strategisches Management in der Misstrauensfalle
- Michael Siegrist: Kommunizieren in einer Umgebung des Misstrauens
- Stiftung Risiko-Dialog: Smarte Strategien im Klima des Misstrauens
Kurt Imhof: Moral: Das Geschäft mit der Wiederherstellung von Vertrauen Die intensivierte Durchwirkung der öffentlichen Kommunikation mit moralischen Urteilen ist ein auffallendes Faktum seit der Deregulation der Medien in den 80er Jahren. Das möglichst erschlagende moralische Urteil hat im entbrannten Aufmerksamkeitswettbewerb die Nase vorn. Besonders fällt auf, dass sich diese Skandalisierungswelle wie noch nie in der Geschichte der Moderne nicht etwa nur auf das politische System bezieht, sonder immer mehr die Wirtschaft betrifft. Das ist neu, das ist teuer, das erhöht die Unsicherheit ökonomischen Handelns, das ist auch dysfunktional und klärungsbedürftig. Kurt Imhof ist ordentlicher Professor für Publizistikwissenschaft und Soziologie an der Universität Zürich. Franz Liebl: "The Usual Suspects": Strategisches Management in der Misstrauensfalle Unternehmen bewegen sich mehr und mehr in einem von Misstrauen geprägten Umfeld: Von heute auf morgen können sie unter Verdacht stehen. Unterschiedliche Formen strategischer Verdachts-Diagnose helfen den Unternehmen, das eigene Verhalten zu interpretieren. Die Verantwortlichen können sich so mental auf kommende Ereignisse einstellen. Was sind aber konkrete Strategie, wenn tatsächlich Reaktionen in Form von Kommunikation oder Handlungen gefordert sind? Wie müssen Unternehmen in einem misstrauischen Feld agieren, um Vertrauen zu schaffen? Franz Liebl ist Inhaber des Aral Stiftungslehrstuhls für Strategisches Marketing an der Universität Witten/Herdecke. Michael Siegrist: Kommunizieren in einer Umgebung des Misstrauens "Brent Spar" oder BSE Krise: Die Risikokommunikation versagte in der Vergangenheit häufig. Durch Faktenwissen und Wahrscheinlichkeiten versuchten die Verantwortlichen, die Risikowahrnehmung in der Bevölkerung zu korrigieren. Dieser Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Bei der Wahrnehmung von neuartigen und unbekannten Risiken spielen Emotionen und Affekte eine wichtige Rolle. Sie bestimmen, wovor wir uns fürchten. Michael Siegrist ist Privatdozent für Psychologie an der Universität Zürich. Stiftung Risiko-Dialog: Smarte Strategien im Klima des Misstrauens Alle reden von Vertrauen. Seit es verlogen ging. Ohne Vertrauen fliesse kein Geld an die Börse, werde die Arbeitslosigkeit von Jobsorgen überschattet und Partner trennten sich beim ersten grösseren Krach. Vertrauen will deshalb überall und rasch möglichst wieder zurückgewonnen werden. Doch: Vertrauen hat zu den eben erlebten Exzessen geführt. Die Frage lautet deshalb nicht, wie Vertrauen möglichst rasch wieder hergestellt wird, sondern: Wie gelingt eine sinnvolle Balance zwischen Misstrauen und Vertrauen im eigenen Unternehmen, in persönlichen Beziehungen oder zu konkurrenzierenden Organisation. Bestellung Preis: CHF 12 pro einzelner Beitrag, CHF 45 für alle 4 Beiträge dieser riskVOICE 4 (zzgl. Porto) Bestellen können Sie diese Beiträge per Mail, Telefon oder Fax. :::
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