- Ulrich Beck: Zur Schlüsselrolle der Massenmedien im Drehbuch der Risikogesellschaft
- Michael Schanne: Redaktionen entscheiden: Nicht jedes Risiko ist ein Thema
- Werner A. Meier: Umweltrisiken als Medienthema: Der Einzelfall im Scheinwerferlicht
- Irene M. Aegerter, Lutz E. Schlange: Mit ausgefahrenen Antennen: Lernen im Dialog
- Salome Schmid-Isler: Neue Medien: Zu Rollen und Risiken einer digitalen Kunst
- Antje Hellmann-Grobe: Im Visier der Medien: Risikodialoge im Zeichen der Globalisierung
- Bernd Ulrich: Die Medien als Risiko: Alte Ängste und neue Mythen
Ulrich Beck: Zur Schlüsselrolle der Massenmedien im Drehbuch der Risikogesellschaft Früher war es die Angst vor abstürzenden Kometen oder unvorhersehbaren Unfällen. Die heutige Risikogesellschaft ist mit einem ganz anderen Konflikt konfrontiert: dem Zwang zu fundamentalen Entscheidungen, ohne genau zu wissen, wohin diese führen. Humangenetik, Genfood, Klonen - überall klafft die Lücke und ist Kontrolle gefragt. Massenmedien rücken Konflikte kurzfristig ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Dementis und Untersuchungen der betroffenen Institutionen folgen, am Schluss haftet niemand. Die Rituale zeigen: Die Risikogesellschaft ist immer auch eine Informations- und Mediengesellschaft. Michael Schanne: Redaktionen entscheiden: Nicht jedes Risiko ist ein Thema Mitglieder von Fürungsgremien, Experten, Ingenieure und Wissenschaftler klagen oft, dass publizistische Medien undifferenzierte und verzerrte Darstellungen vom wissenschaftliche technischen Fortschritt in der Öffentlichkeit vermitteln. Kommunikationsforscher zeigen: Journalisten nehmen Risiken selektiv wahr und gewichten sie unter anderem nach politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Gesichtspunkten. Die Wirkung der Risiko-Berichterstattung scheint beschränkt. Werner A. Meier: Umweltrisiken als Medienthema: Der Einzelfall im Scheinwerferlicht Umweltrisiken rücken in den vergangenen Jahren vermehrt ins Zentrum wissenschaftlicher Debatten und politische Auseinandersetzungen. Die Beispiele "Three Mile Island", "Bhopal", "Tschernobyl" oder "Brent Spar" geben die Richtung vor: Massenmedien machen Umweltrisiken seit längerem und immer häufiger zum Thema. Die Bilanz der Medienwissenschaft: Entscheidend ist nicht nur das Wieviel, sondern auch das Wie. Medien entwerfen eine eigene Wirklichkeit, in der Expertenwissen ledigliche punktuell und eher zufällig eine Rolle spielt. Irene M. Aegerter, Lutz E. Schlange: Mit ausgefahrenen Antennen: Lernen im Dialog Licht, Kraft, Wärme, Unterhaltung und Kommunikation auf Knopfdruck - eine Selbstverständlichkeit. Strom ist einfach da. Jederzeit. Das war immer so. Und was wird, wenn Kernkraftwerke am Ende ihrer Lebensdauer ankommen und die Bezugsrechte in Frankreich auslaufen? Wer versorgt unsere Kinder und Enkel mit Strom? Das wollen Elektrizitätswerke nicht selbst entscheiden. Ihr Verband VSE führte mit allen betroffenen Kreisen in der Schweiz einen intensiven Dialog und hörte vor allem zu. Salome Schmid-Isler: Neue Medien: Zu Rollen und Risiken einer digitalen Kunst Vielerorts ist in der Kunstszene eine Stimmung des Übergangs, das des Untergangs zu verspüren. Oft bezeugen und bewirken die ausgestellten Exponate grosse Ratlosigkeit. In den Neuen Medien hingegen herrscht Aufbruchstimmung: Es entsteht nicht nur ein neues, digitales Design, sondern auch ein neuartiger Kommunikationsraum, den es zu gestalten gilt. Sich von dieser Entwicklung zu distanzieren, bedeutet ein Risiko, denn die Rollen und Potentiale für Kunst, für Künstler und jene, die an der Kunstentwicklung teilnehmen, werden neu verteilt. Antje Hellmann-Grobe: Im Visier der Medien: Risikodialoge im Zeichen der Globalisierung Durch den Blätterwald un den Äther geistert ein neues Zauberwort: Dialog! Dialoge zwischen Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit, Behöreden und Interessengruppen, Dialoge zur Gesetzesfindung, zwischen Regierungen, in der Kultur und zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. In jedem Fall werden Dialoge in den Medien gehandelt, als wären sie die grossen Hoffnungsträger, die Allheilmittel für den schwierigen Patienten Gesellschaft. Bernd Ulrich: Die Medien als Risiko: Alte Ängste und neue Mythen Medien sind ein Wirtschaftsfaktor. Mittlerweile sind die Hälfte alle Beschäftigten in den Medien tätig. Da drängt sich natürlich die Frage auf, welchen Anteil Medien an Krisen haben, wie sie sich zum Beispiel in den Deutschland zeigen. Soviel scheint klar: Medien sind Teil des politischen Spiels, aber nicht dessen Motor. Medien, jedenfalls soweit sie gedruckt werden, schaffen selten Realitäten aus eigener Kraft. BestellungPreis: CHF 12 pro einzelner Beitrag, CHF 50 für alle 7 Beiträge dieser riskVOX 1 (zzgl. Porto) Bestellen können Sie diese Beiträge per Mail, Telefon oder Fax. :::
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Telefon: 052 262 76 11 Fax: 052 262 76 29 |