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Erste Negative Emissionskonferenz in Göteborg

Erstellt: 08. Juni 2018

Vom 22. bis zum 24. Mai 2018 fand im schwedischen Göteborg die bisher grösste Konferenz zum Thema «Negative Emissionen» statt. Die Stiftung Risiko-Dialog St.Gallen war mit dabei.

Etwa 275 Delegierte aus Klimaforschung, Klimapolitik, Behörden und NGOs kamen zusammen. Hinter dem Begriff Negative Emissionen verbirgt sich die Überlegung, dass es zunehmend unwahrscheinlich wird, die CO2-Reduktion so rasch zu reduzieren, damit die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius beschränkt bleibt. Laut dem Mercator Institut (https://www.mcc-berlin.net/en/research/co2-budget.html) wird das weltweite jährliche CO2-Budget, um die Erderwärmung auf 1.5 Grad zu beschränken, bereits am 9 September 2018 aufgebraucht. 

Countdown 2° Uhr des MCC in Berlin

Ansätze, die aktiv CO2 wieder aus der Atmosphäre entfernen – sogenannte Negative Emissionstechnologien (NETs) – werden somit zunehmend diskutiert, auch um die immer ambitionierter werdenden Dekarbonisierungspfade überhaupt noch erreichbar zu machen.

Dazu existieren verschiedene Ansätze und Technologien. Doch welche eignen sich wofür, wo und in welchem Umfang? Bisher wurde primär das sogenannte BECCS – also Bio Energie mit Carbon Capture and Storage – von weiten Teilen der Wissenschaftsgemeinschaft diskutiert. Doch dieses benötigt vermutlich so viel Nutzland und Wasser, dass es nicht realistisch ist mit dieser Technologie genug CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen.

Die Konferenz hat deutlich gezeigt: Bei der Erforschung gilt es einen Mix künftiger Optionen kritsich zu reflektieren. Bei diesen sogenannten «Portfolioansätze» muss die Wissenschaft verstärkt ansetzen. Wer mehr über die Konferenzen wissen will: Das Centre for Carbon Removal war mit eigenen Journalisten vor Ort und hat zwei der drei Tage ausführlich zusammengefasst.

http://www.centerforcarbonremoval.org/blog-posts/2018/5/22/conference-day-one

http://www.centerforcarbonremoval.org/blog-posts/2018/5/24/conference-recap-day-two

Die Stiftung Risiko-Dialog hat mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt die Wissenschaftscommunity in der Schweiz bereits letztes Jahr zu einem Dialog zu diesen Themen zusammengebracht und in einem Whitepaper (www.risiko-dialog.ch/whitepaper) zusammengefasst. Der Dialog wird auf einer breiteren Stakeholderbasis dieses Jahr fortgeführt.

Christoph Beuttler

Stiftung Risiko-Dialog St. Gallen | Hirtenweg 7 | 9010 St. Gallen | Tel. +41 52 551 10 01 | info@risiko-dialog.ch
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