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Projekt: „Nudging im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit“

Erstellt: 15. Januar 2016

Das Projekt „Nudging im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit“ (unterstützt durch die Stiftung Mercator Schweiz) untersucht Praxisanwendungen von Nudging zur Förderung ökologischeren Verhaltens.

Seit Erscheinen des Buchs „Nudge“ von Richard H. Thaler und Cass R. Sunstein im Jahr 2008 sind in der Schweiz verschiedene Projekte umgesetzt worden, um Menschen mit psychologischen Ansätzen zu ökologischerem Verhalten zu bewegen. Wer sich intensiver mit dem Thema befasst stösst sehr schnell auf Kritiken am Nudging und Warnungen vor möglichen unerwünschten Folgen. Ziel der vorliegenden Studie war es, die tatsächlichen Auswirkungen des Nudgings, so wie es in der Schweiz im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit betrieben wurde und wird, zu untersuchen.

Im Rahmen von 6 Fallstudien und mit Experteninterviews wurden über 25 Learnings erarbeitet, die sich aus den bestehenden Erfahrungen ableiten lassen. Diese
Learnings wurden im Rahmen eines Experten/innen-Roundtables diskutiert. Sowohl die Learnings, wie auch das Framework für Praktiker/innen richten sich direkt an Menschen und Organisationen, die Nudging einsetzen wollen.

Noch vor Veröffentlichung dieses Berichts, wurden die Resultate an der Konferenz „Designing Moral Technologies: Theoretical, Practical and Ethical Issues“ am 13. Juli 2016 in Ascona (Schweiz) im Rahmen Workshops vor hochrangigen Wissenschaftlern aus Psychologie, Soziologie und Ethik präsentiert und mit diesen diskutiert.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Nudging im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit in der Schweiz, so wie es bislang betrieben wird, sehr wenige negative Effekte zeigt. Die Gründe dafür liegen darin begründet, dass die Öffentlichkeit die angestrebten Ziele (Nachhaltigkeit, Umweltschutz, etc.) in grossem Ausmass unterstützt und dass alle untersuchten Nudges mit Bedacht ausgewählt, wie auch umgesetzt wurden. Ausserdem sind die Massnahmen die umgesetzt wurden selber ebenfalls nicht kontrovers. Anders sähe es wohl aus, wenn in Richtung von Climate Engineering genudgt würde.

Im Rahmen der Experten/innen-Interviews wurde aber verschiedentlich auch auf zukünftige Gefahren hingewiesen, die sich aus der Kombination aus Nudging, Big Data und Maschinenlernen ergeben könnten.

::: "Nudging im Bereicht Umwelt und Nachhaltigkeit" (PDF, ~850KB)

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